Bekannte Mitglieder unserer Loge

Peter Knecht (Industrieller)

Der Industrielle Peter Knecht, war in den ersten Jahren der Existenz unserer Loge ein sehr aktives sozial engagiertes Logenmitglied. Nach ihm ist auch die Peter-Knecht-Straße benannt, in der sich sein Wohnort befand.

Dr. Carl Bonsmann

Logenmeister, er wurde nach einer Tätigkeit in Frankfurt im Auftrag der Bundeszentralbank in Solingen mit dem Aufbau der örtlichen Filiale der Landeszentralbank betraut.

Franz Liszt (Ehrenmitglied unserer Loge, Komponist)

Franz Liszt, ein guter Freund von Peter Knecht, gab 1843 in Solingen im Casino der Loge Prinz von Preußen ein Wohltätigkeitskonzert. Dazu gab es folgende Eintragung:

 "Das Solinger Kreis Intelligenzblatt verkündet den Besuch des  Komponisten Dr. Franz Liszt in Solingen, welcher in der Loge ein „Konzert zum Vortheil unserer Armen" geben wird.

Es wurden 427 Taler eingenommen und den örtlichen Wohlfahrtsverbänden gespendet.  Bruder Liszt wird zum Ehrenmitglied der Solinger Loge ernannt."

Er besuchte Peter Knecht privat häufig zuhause und hatte dadurch auch die Verbindung zu unserer Loge. Er war nicht nur in diesem Jahr in Solingen als Musiker zu Gast, sondern trat auch noch in den Folgejahren mehrfach zu wohltätigen Zwecken auf und war Ehrenmitglied unserer Loge.

(Artikel dazu im SolingerTageblatt)

Peter Höfer (Bürgermeister)

Er war Bürgermeister von Höhscheid und von 1844 bis 1847 Logenmeister. Er regte den Bau eines eigenen Logenhauses an.

Fr. W. Benninghaus

Bruder Benninghaus war von 1847 bis 1854 Logenmeister. Auf ihn geht die Benninghausstiftung zurück. Sie wurde am 01. Juli 1860 gegründet als eine Spenden-Kasse, in welche die Brüder freiwillig einzahlten.  Die Spenden werden zur Unterstützung der Witwen und Waisen in Solingen verwendet. Ihr Kassenbestand betrug bis vor dem ersten Weltkrieg 40.000 Reichsmark (das entspricht heute einem Wert von ca. 680.000€).

Besuch Prinz Wilhelms von Preußen

Die Ansprache, welche unser nachmaliger Kaiser Wilhelm I. am 16. Juni 1853 im Tempel unseres Logenhauses hielt, lautete wie folgt:

"Es gewährt mir Freude, mich im maurischen Kreise zu befinden, zumal in dieser Loge, die ich in besonderem Sinne als die Meine betrachte. Ich habe mit Bedauern vernommen, dass dieselbe schon bei ihrer Begründung manches lieblose Urteil vom profanen Publikum hat erfahren müssen, und dass sie auch bis zur gegenwärtigen Zeit noch mit mehrfachen Widerwärtigkeiten und Anfeindungen zu kämpfen hat. Deshalb trete ich bei meiner Ankunft in dieser Stadt absichtlich zuerst und gern in diesen Bruderkreis, um dadurch vor der Außenwelt zu dokumentieren, welche Liebe und Achtung ich vor der Maurerei hege. Jedenfalls finden diese, an sich sehr bedauerlichen Anfeindungen nur in der völligen Unkenntnis von dem Zwecke und der Bestimmung der Freimaurerei ihre Erklärung. Ich hoffe aber, durch meine heutige Anwesenheit in dieser Loge speziell für das nähere Publikum, sowie überhaupt durch meine Teilnahme an den heiligen Ordens-Angelegenheiten immer mehr dazu beizutragen, die etwa noch vorhandenen schiefen Auffassungen vom Maurerbunde zu berichtigen und zu zerstreuen. Ich habe bei früheren Gelegenheiten öfter meine Ansichten über die Maurerei ausgesprochen und will solches auch hier tun. Die Freimaurerei ist ein auf Religiosität gegründetes, mithin ein christliches Institut, geübt mit Rechtschaffenheit, Ruhe und Besonnenheit in einem engeren Kreise und dann hinausgetragen in das Haus und in das Leben. Sie hat die Aufgabe, das dem Orden geschichtlich Überkommende treu zu bewahren und den Nachkommenden zu überliefern, auch sich streng an die altehrwürdigen Regeln zu halten. Sie verpflichtet ferner jedes Mitglied zur Bewahrung eines guten Verhältnisses mit dem ihn umgebenden Bürgertum, insbesondere aber zur ausdrucksvollsten Liebe für König und Vaterland und hält daher unverbrüchlich fest an dem Wahlspruch: "Treue dem König! Gehorsam dem Gesetze! Christliche Bruderliebe!" Diese Auffassungsweise spreche ich überall in jedem maurischen Kreise aus und heute auch hier, hoffend, dass die Brr. im Geiste des Christentums und somit auch im Geiste der Freimaurerei denken und handeln, leben und wirken und dadurch dem Institute den weitesten und segensreichsten Raum werden gewinnen helfen. Dass ein solcher Geist in dieser Loge vorherrscht, habe ich zu meiner Freude aus den Berichten über die Instruktionslogen ersehen."

Am 17. Juli 1848 schrieb Prinz Wilhelm von Preussen an unser Loge folgenden Brief:

"An die ehrwürdige Loge Prinz von Preussen zu den drei Schwertern in Solingen

Die treuen und anhänglichen Gesinnungen, welche mir die ehrwürdige St.  Johannisloge Prinz von Preussen zu den drei Schwertern in Solingen bei Gelegenheit meiner Rückkehr in das Vaterland dargebracht hat, sind meinem Herzen um so wohltuender gewesen, als leider nicht in allen Bruderkreisen dergleichen laut geworden sind. Empfangen Sie mit meinem verbindlichsten Danke zugleich die erneute Versicherung der allen Brüdern stets gewidmeten echten Bruderliebe.

Der Protektor sämtlicher Logen im preussischen Staate: Wilhelm, Prinz von Preussen"

Heinz Leder (Gründer der Süßwarenfachschule und Dipl.-Handelslehrer)

Heinz Leder gründete  gemeinsam mit dem späteren Bundespräsidenten Walter Scheel die Süßwarenfachschule in Solingen-Gräfrath. Diese Einrichtung ist weltweit einmalig. Bruder Leder war von 1962 bis 1965 Logenmeister unserer Loge und danach Provinziallogenmeister. In dieser Rolle wurde von ihm am 10.02.1969 ein musikalisches Matinee mit freimaurischen Diskussionen im Kammermusiksaal organisiert.   

Anmerkung:

Die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Persönlichkeitsrechte lassen eine öffentliche Namensnennung lebender Bürger nur mit deren Einwilligung zu. Aus diesem Grunde werden in der oben aufgeführten Namensliste keine noch lebenden Freimaurer genannt. Es ist außerdem guter Brauch der Freimaurer, Namen von lebenden Brüdern ohne deren Zustimmung nicht zu nennen.