Gästeabende

Der nächste Gästeabend wird am 27. Mai stattfinden. Wir möchten uns da gerne mit Ihnen zum Thema "Zeit" unterhalten. Welche Zeit auch immer gemeint ist, die Zeit, die vorbei ist, oder die Zeit die vor uns liegt?

Was wollten Sie schon immer mal über die Freimaurerei wissen ohne in der Ecke der Verschwörungstheoretiker zu landen! Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, teilen Sie dies bitte unter Kontakte mit. Nach einem ersten persönlichen Gespräch erhalten Sie dann eine schriftliche Einladung.

Möchten Sie  unabhängig davon ein persönliches Gespräch, melden Sie sich bitte bei uns. Wir bieten Ihnen dann nach einer Terminveranbahrung ein direktes Gespräche an.

Neuaufnahmen

Durch die Aufnahmen in den letzten Jahren ist unsere Bruderschaft auf derzeit 47 Mitglieder gewachsen, dieses Interesse am "Sinn des Lebens" macht uns sehr stolz. Trotz Corona konnten wir in den letzten 2 Jahren 6 neue Brüder in die Gemeinschaft der weltweiten Bruderkette aufnehmen.

Unser Altersdurchschnitt beträgt derzeit etwa 54 Jahre. Vor dem Hintergrund eines Aufnahmealters von meistens über 30 Jahren (mit Ausnahmen!) ist es nachvollziehbar, dass wir eine der "jüngsten" Logen  in der Provinz sind. Wo sonst haben Menschen zwischen momentan 25 und 85 Jahren die gleichen Lebensvorstellungen sowie persönlichen Ziele und damit ideale Voraussetzungen für einen spannenden Gadankenaustausch?

Besuch beim palliativen Hospiz in Solingen

Kein Leben ohne Tod – kein Tod ohne Leben

Besuch des Palliativen Hospizes Solingen (PHoS) und Spendenübergabe

Im vergangenen Jahr hatte wir das Palliative Hospiz Solingen (PhoS), vertreten durch die Geschäftsführerin Cordula Scheffels und ihre Kollegin Sylvia Wienands, zu einem Vortrag auf einem unserer Gästeabende bei uns in der Loge eingeladen. Der Umgang mit dem Tod sowie die Begleitung von Menschen in dieser letzten Phase ihres Lebens sind Themen, die allzu häufig im Verborgenem bleiben. Sie scheinen geschenkter Aufmerksamkeit mit keinerlei ermutigenden Aspekten zu danken – im Gegenteil, sie bedrücken uns und schrecken eher ab. Entsprechend werden diese Themen verdrängt, betreffen sie doch nur einen kleinen Teil unseres Lebens. Doch mit gutem Grund können wir annehmen, dass sie in der Lebensphase der Betroffenen eine Schlüsselrolle spielen. In dieser Phase formt sich der allerletzte Eindruck, den der Sterbende vom Leben – von seinem Leben hat. Und wohl kaum jemand sollte und möchte diese Zeit allein und verlassen, ohne unterstützendes Geleit verbringen. Es bedarf demnach eine proaktive Haltung und frühzeitige Auseinandersetzung mit diesem unvermeidlichen Aspekt des Lebens.

Cordula Scheffels und Silvia Weinands zeigten uns, dass das Thema erfrischend und in der Tat ermutigend vorgetragen werden kann. Sie haben es sicherlich mit ihrer offenen Art verstanden, bestehende Berührungsängste und Vorbehalte in den Hintergrund treten zu lassen.

Dass die Phase der Begleitung während der letzten Tage nicht allein eine Frage der medizinischen und schmerzlindernden Maßnahmen ist, sondern vielmehr auch eine Frage der richtigen zwischenmenschlichen Begleitung, einschließlich der bis zum letzten Atemzug zu erhaltenden Lebensqualität durch entsprechende Zuwendung, entzieht sich oftmals der Sichtweise des täglichen Lebens. Darum gelangten wir zu der Überzeugung, dass die proaktive Auseinandersetzung mit diesem Thema ein wertvoller und erfüllender Akt der Barmherzigkeit im Sinne dieser Meistertugend unserer Bruderschaft sein kann.

Schnell haben wir uns dazu entschieden, das PHoS zu unterstützen. Was können und was wollen wir tun? Eine Spende von 1.500 € hat der Beamtenrat verabschiedet. Aber wir wollen gerne mehr tun und das auch nachhaltiger. Dazu wollten wir das PHoS auch einmal in seinem Inneren kennenlernen. Frau Wienands und Frau Scheffels luden daher Bruder Hans-Jürgen Kölling und mich ein, vorbeizuschauen und einen Eindruck vom Gebäude, des Lebens im Hospiz und der begleitenden Aktivitäten zu bekommen.

Am 7. Februar verbanden wir die Übergabe der Spende mit einer Führung durch die Räumlichkeiten des Hospizes.

Das Hospiz befindet sich mitten im Grünen in der Nähe des Botanischen Gartens unweit des Städtischen Klinikums. Das Gebäude ist in Eigenregie geplant und errichtet worden entsprechend der Anforderungen und der Ideen hinter dem Konzept. Dabei war man bestrebt die Versorgungssicherheit bei gleichzeitig größtmöglichem Wohlbefinden der Hospizgäste umzusetzen.

Schon beim Eintritt in diese zunächst etwas beklemmende Welt, waren Bruder Hans-Jürgen Kölling und ich von der freundlichen und einladenden Atmosphäre des Empfangsbereichs überrascht – gerade, wenn man bedenkt, welche endgültige Bedeutung dieser Empfang für die Hospizgäste haben muss, deren Aufenthalt in dieser Einrichtung sich meist über nicht mehr als drei Wochen erstreckt. Diese positive Atmosphäre zieht sich dann auch konsequent durch den gesamten Gebäudekomplex. So gehören ein Friseurbereich wie Gemeinschafts- und Veranstaltungsräume mit Küche, in denen sich auch die Hospizgäste mit ihren Angehörigen etwas zubereiten können, sowie Besprechungsräume zu dem Selbstverständnis dieser Einrichtung. Ebenso erinnern die jeweiligen Gästezimmer eher an eine entspannte Hotelatmosphäre, denn als an einen Klinikaufenthalt. So verfügen diese Zimmer neben der Ruhe und Privatsphäre sogar über einen eigenen Terrassenbereich mit Blick ins Grüne. Das PHoS hat mit viel Energie und Geschick, eine Institution geschaffen, die dem Tod die Einsamkeit nimmt und Wärme und Menschlichkeit spendet. Schnell hatten wir jegliche Beklemmung abgelegt.

Im Nachgang zu unserem Rundgang hatten wir ein langes Gespräch über die tägliche Arbeit im PHoS und dessen Aktivitäten führen können, die natürlich weit über die tägliche betreuende Tätigkeit für die Gäste hinausgeht. So werden Veranstaltungen wie ein Weihnachtsmarkt oder Benefiz-Events abgehalten, die auch Ressourcen und Einsatz bedürfen. Auch hier sehen wir aus den Augen unserer Loge die schöne und sinnvolle Gelegenheit, nachhaltig etwas Gutes in unserer Stadt zu tun. Bereits jetzt beginnen Gespräche zur Unterstützung einer Benefiz-Veranstaltung voraussichtlich zum Jahresende hin gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Stadt.

Brüder, die sich – gerne auch unter Einbeziehung der Schwestern und Partner – für die Übernahme von Aufgaben in diesem Wirkungskreis interessieren, melden sich bitte gerne bei uns.

Tag der offenen Tür - gemeinsam mit der Casinogesellschaft

Unser Logenmeister Dr. Adrian Jesinghaus (r.) mit Harald Hähner dem Vorsitzenden der Casinogesellschaft (Copyright Christian Beier)

Zitat aus dem vorbereitenden Artikel des Solinger Tageblattes vom 13.10.2021 von Jutta Scheiber-Lenz:

"Wer immer schon mal wissen wollte, wer oder was sich eigentlich hinter der Freimaurerloge "Prinz von Preussen zu den drei Schwertern" verbirgt, der bekommt am 23. Oktober (von 14.00 - 18.00 Uhr) eine Antwort. An diesem Tag öffnet sich die große Tür an der Seite des Commerzbankgebäudes an der Kasinostrasse. Im ersten Stock ist die Loge zu finden, ebenso wie die Casinogesellschaft. Die beiden Traditionsclubs teilen sich die Räume."

Später heißt es in dem Artikel:

"... die Freimaurer umgibt eine spezielle Aura des Geheimnisvollen, Unbekannten. Gerüchte statt Wissen, mitunter gar Vorurteile sind der Preis für das bisherige, bewusst und aus der eigenen Historie begründete zelebrierte Dasein eher im Vorborgenen. Damit soll nun Schluss sein. Zwar gebe es tatsächlich bestimmte, klar definierte nichtöffentliche Bereiche, die für Nicht-Mitglieder tabu bleiben, erklärt der Logenmeister, der sich aber darauf freut, Interessierten das Freimaurertum in Ruhe und vor Ort zu erläutern."

Am 23.10.2021 konnten wir dann gemeinsam mit der Casinogesellschaft zwischen 40 und 50 interessierte Solinger Bürger/innen in unseren Räumen begrüssen und informieren. Es kam zu vielen für uns - und hoffentlich auch für die Besucher ! - interessanten Gesprächen. Am 25.10.2021 berichtete das Solinger Tageblatt in dem unten abgebildeten Artikel über den Tag der offenen Tür.

 

Artikel aus dem Solinger Tageblatt vom 25.10.2021

Die Arbeit am rauen Stein

Für 2017 hatten wir uns überlegt nicht nur mit dem Kopf und dem Geist zu versuchen uns positiv zu verändern. Die Idee war, das, was symbolisch während unserer Arbeiten in der Loge abläuft, "handgreiflich" zu machen.

Was bietet sich da eher an, als bei einem Solinger Bildhauer und Steinmetz in die "Lehre" zu gehen und nicht nur mit dem Geist, sondern auch mit den Händen (und dem Werkzeug der Steinmetze) zu arbeiten. 

Wir alle waren vom Ergebnis mehr als überrascht! Mit unseren Händen und einem rauen Stein konnten wir sehr gut abbilden, was wir unter Freimaurerei verstehen. Vielleicht sehen Sie auch etwas darin?